Heike-Schöbel-Preis 2005
Verleihung des Heike-Schöbel-Preis 2005
Seit 1997 wird einmal jährlich der Heike-Schöbel-Preis für eine herausragende Arbeit verliehen, die als Abschlussarbeit im Rahmen der Fortbildung am IID erstellt wurde. Auch in diesem Jahr wurde der Preis wieder im Rahmen einer Veranstaltung verliehen. Die Vorträge von Hans Peter Jäger und Gudrun Menze hatten v. a. die Preisträger und prämierten Arbeiten der vergangenen Jahre im Blick.
Stefanie Wolf als erste Preisträgerin des "Heike-Schöbel-Preises" stellte ihre beeindruckende Berufsbiographie der letzten neun Jahre vor. Ihr dorniger Weg zu einem festen Arbeitsverhältnis und einer anerkannten Position im Unternehmen veranschaulichte, dass es sich auch angesichts großen Rationalisierungsdrucks in den Unternehmen lohnt, als Wissenschaftliche Dokumentarin mit Beharrlichkeit und Mut um Tätigkeitsbereiche zu kämpfen.
Im zweiten Veranstaltungsteil stellten die Preisträgerin und eine weitere Preiskandidatin und ein Preiskandidat ihre Abschlussarbeiten vor.
Dagmar Nöldge vermittelte mit ihrer Arbeit "Internet und Entwicklung in Lateinamerika" einen umfassenden Eindruck von den Informationsbarrieren, die für das Internet in Lateinamerika gelten. Stefan Müller machte in seiner Arbeit (Entwurf eines barrierefreien Informationssystems - Überlegungen zu einem "Internet für alle" am Beispiel des Internetauftritts des Rundfunks Berlin-Brandenburg) deutlich, dass auch hierzulande noch kein barrierefreies Internet existiert. Behinderten und älteren Menschen bleiben viele Webinhalte verschlossen, was manchmal durch einfachste Eingriffe vermeidbar wäre.
Nicht zuletzt hatte auch die diesjähre Preisträgerin Elena Semenova mit ihrem Vortrag (Erstellung einer Dokumentationssprache am Beispiel der Oberbegriffsdatei für die Sonderausstellungsdatenbank im Institut für Museumskunde, Berlin) den Zugang zu Informationen zum Thema und zeigte, wie man mit Humor und Kreativität zu einer Dokumentationssprache gelangt. Hier konnten die Zuhörer erleichtert feststellen, dass automatische Analyseverfahren doch an ihre Grenzen stoßen.
Quelle: Institut für Information und Dokumentation (link)
Letzte Änderung: 09.11.2006


