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Exkursionsbericht - Bobcatsss 2005

Bobcatsss 2005- Eine Exkursion des Fachbereichs Informationswissenschaften/ Bibliothek nach Budapest

Bobcatsss in Budapest

Bobcatsss ist ein von Studenten organisiertes Symposium, mit dem diesjährigen Thema: „Librarianship in the information age“
Studenten der Universitäten in Budapest und Oslo haben die Konferenz vorbereitet und für die Zeit vom 31. Januar bis zum 2. Februar 2005 ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt.
Etwa 280 Studenten und Dozenten aus Ländern Europas und den USA kamen in Budapest zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen im Bereich Bibliothek und Informationswesen zu informieren und um über eigene Ergebnisse zu referieren. Die Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung lagen bei Diskussionsbeiträgen zu E-Books, „Modern Librarianship“ und „Value of Information“.
Wir zehn teilnehmenden Studenten aus Potsdam haben uns an dem Programm mit einem Workshop beteiligt: „Google vs. Libraries 0:1? The working field of librarians in the very near future.“

 

Geschichte des Bobcatsss-Symposiums

Der Name Bobcatsss ist ein Akronym, das die Zusammenarbeit der Universitäten beschreibt. Die Buchstaben setzen sich aus den Anfangsbuchstaben der Universitäten zusammen, die 1993 das Symposium initiiert haben: Budapest, Oslo, Barcelona, Copenhagen, Amsterdam, Tampere, Stuttgart, Szombately, Sheffield. Weitere Städte, zum Beispiel Boras, Riga, Tallinn und Bratislava kamen hinzu.
In jedem Jahr wird das Symposium von zwei europäischen Universitäten organisiert, einer west- und einer osteuropäischen. Die Teams sind sowohl für die thematischen Inhalte, als auch die gesamte Logistik und das Management verantwortlich.
Nachdem die Konferenz die ersten sechs Jahre ihres Bestehens in Budapest stattfand und zwischendurch zum Beispiel in Torum, Riga und Vilnius veranstaltet wurde, ist Bobcatsss 2005 zum 13. Symposium in seine „Heimatstadt“ zurückgekehrt.

 

Budapest - Ort der Veranstaltung

Die Hauptstadt Ungarns war zum siebten Mal Gastgeber für das Bobcatsss- Symposium.
Mit seiner unglaublichen Architektur und er großen kulturellen Vergangenheit verdient die Stadt den Namen des „Paris des Ostens“. Sie vereint den Luxus des Westens mit den langjährigen Traditionen ihrer Einwohner.
Budapest wird von der Donau in die Stadtteile Buda und Pest geteilt. Zahlreiche Brücken und ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz verbinden beide Teile miteinander und garantieren wunderschöne (Aus-)sichten auf die jeweils andere Seite. Besonders beeindruckend sind die unterschiedlichen Baustile und die Lebhaftigkeit der gesamten Stadt. Jedoch gibt es neben zahlreichen überfüllten Hauptstrassen auch viele gemütliche Parks und vor allem Thermalbäder, für deren Einmaligkeit Budapest bekannt ist

Verlauf von Bobcatsss

Die gesamte Veranstaltung begann mit der Begrüßung durch die Organisatoren und Eröffnungsrednern, darunter der Vizeminister für Information und Kommunikation in Ungarn, der Dekan des Studienganges Bibliotheks- und Informationswissenschaften der Universität Oslo und des weiteren der stellvertretende Direktor der Nationalbibliothek Ungarns. Nach den beiden Eröffnungsvorträgen durch eine Professorin aus Polen und einen norwegischen Schriftsteller, wurde am Abend im Militärhistorischen Institut eine „Welcome Party“ gefeiert. Bei ungarischer Folkmusik, Musik und Essen bestand die Möglichkeit, die Teilnehmer der anderen Länder besser kennen zu lernen.
An den beiden folgenden Tagen fanden viele Veranstaltungen statt, leider sehr wenige, die von Studenten gehalten wurden. Dafür umso mehr von Professoren und Mitarbeitern der entsprechenden Universitäten. Sie stellten ihre langjährigen Forschungsergebnisse und Erkenntnisse vor.
Die vorwiegend von Studenten organisierten Workshops fanden leider wenig Aufmerksamkeit innerhalb der Teilnehmer. Aber genau bei diesen Veranstaltungen war ausreichend Zeit und Raum, um Gedanken über die Informationswelt auszutauschen und Meinungen anderer zu hinterfragen.

Organisation der Reise

Die Exkursion zum Bobcatsss- Symposium 2005 in Budapest wurde hauptsächlich uns zehn Studierenden aus dem dritten und siebenten Semester organisiert. Inhaltliche und sprachliche Unterstützung erhielten wir von zwei Dozenten, die das Seminar leiteten und uns bei der Erstellung des Vortrages hilfreich zur Seite standen. Um eine effektive Vorbereitung zu gewährleisten, haben wir schon zeitig begonnen, die Aufgaben zu verteilen. In den kleineren Gruppen haben wir die Anreise, die Buchung einer Unterkunft, die Erstellung von Flyern, das Organisieren von Sponsorengeldern, das Erstellen des Vortrages und die Übersetzung aller Texte ins Englische koordiniert.

Projekt der Fachhochschule Potsdam

Zu Beginn des Semesters wussten wir zehn Studenten aus dem dritten und siebenten Semester noch nicht, was uns erwarten würde bei dem Seminar „Organisation einer Exkursion zum Bobcatsss- Symposium 2005“.
Da bisher weder Dozenten noch Studierende an den Veranstaltungen teilgenommen haben, konnten wir leider auf keinerlei Erfahrungen aufbauen und haben die gesamte Organisation selber in die Hand genommen.
Beginnend bei der Themenfindung unseres eigenen Workshops, über Reiseorganisation, samt Flug und Unterkunft in Budapest, bis hin zur Suche nach Sponsoren und Unterstützern in den eigenen Reihen der Fachhochschule.
Bei unseren wöchentlichen Treffen entstand die Idee eines Workshops mit dem Thema: „Libraries vs. Google 0:1? The changing working field of librarians in the very near future“. Um ausreichend diskussions- und aussagefähig zu sein, hat sich jeder Einzelne umfangreich mit der Frage beschäftigt und wir haben gemeinsam überlegt, wie dieses Thema im Workshop behandelt werden sollte.
Nach langer Planung, Übersetzung aller Texte ins Englische und einer umfangreichen Ideensammlung entstand eine Diskussions- einleitende Power- Point- Präsentation mit unseren persönlichen Meinungen und Ansichten zur Zukunft der Bibliothekare in Bibliotheken.
Um den Workshopteilnehmern Raum für einen Meinungsaustausch zu geben, fand im Anschluss an die Präsentation eine Einteilung in Diskussionsgruppen statt.
Zu den drei Themen:
• “The influence of the changing working fields in librarianship on study programs”
• “The influence of current technical development on the (future) working fields of librarians”
• “The library of the future” (Human Ressources, Service, Competition)
wurde in den kleineren Gruppen angeregt diskutiert. Dabei war es sehr interessant, verschiedene Ansichtsweisen und Zukunftsideen aus den unterschiedlichsten Ländern präsentiert zu bekommen.
Die Ergebnisse der jeweiligen Gruppen wurden im Anschluss zusammengetragen und vor allen Teilnehmern von der Diskussionsleitung vorgestellt.

Freizeit

Um die wunderschöne Stadt Budapest zu genießen sind wir schon einen Tag vor der Konferenz angereist und haben die Aussicht auf Budapest vom Gellertberg genossen, haben bei eisigen Außentemperaturen im Thermalbad gelegen und uns am Abend mit anderen Teilnehmern im offiziellen Konferenz- Pub getroffen.
Die Unterkunft, das Caterina- Hostel, lag sehr zentral, so dass wir einen guten Ausgangspunkt für unsere Entdeckungstouren hatten.

Fazit/ Schlussfolgerung

Nach der langen und intensiven Vorbereitung war die Reise nach Budapest ein sehr schöner Schlusspunkt. All die Arbeit und Vorbereitung hat sich gelohnt, denn unser angebotener Workshop hat gute Resonanzen gefunden und wir haben gemerkt, dass eine intensive Beschäftigung mit dem Thema sehr wichtig ist. Wir haben für die Teilnahme an einer englischsprachigen Konferenz ein Semester lang alles organisiert und erfahren wie wichtig Absprachen und Vertrauen untereinander sind. Es ist notwendig, dass alle zusammenarbeiten und jeder seine Aufgaben gewissenhaft bearbeitet.
Leider war unsere Studentengruppe eine der wenigen, die beim Bobcatsss- Symposium einen Beitrag präsentiert hat. Zu oft haben Professoren oder Dozenten Vorträge gehalten, die nicht selten einen völlig anderen Inhalt hatten, als den die Überschrift vermuten ließ.
In der Hoffnung, dass im nächsten Jahr die Arbeiten der Studenten wieder mehr im Mittelpunkt stehen, können wir die Teilnahme 2006 in Tallinn nur empfehlen.

Februar 2005, Ulrike Schönherr, Studentin des 3. Semesters, FB Informationswissenschaften

Letzte Änderung:  09.11.2006